Gastbeirag: Innovation 3D-Drucker – “greifbare” Druckererzeugnisse längst keine Zukunftsvision mehr

Es klingt futuristisch: In der Medizin werden 3D-Drucker inzwischen für die Herstellung von Prothesen und Knochenersatzteilen herangezogen. Doch auch unter Privatpersonen wird die Hochtechnologie 3D-Druck immer beliebter, was daran liegt, dass Unternehmen mittlerweile kompakte und preiswerte Geräte anbieten. Mit ihnen kann der Besitzer Gegenstände eigenständig modellieren. Und der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

In der Forschung kommen 3D-Drucker schon lange zum Einsatz: Ingenieure erstellen mit dieser dreidimensionalen Technik Testmodelle, die später in Serie fabriziert werden sollen. Die Einrichtung kompletter Maschinensysteme wäre für diesen Zweck zu aufwendig. Bei einem 3-Drucker bedarf es dagegen nur eines Rechners und einer entsprechenden Software wie CAD. Auf Basis der eingegebenen Daten gibt das Gerät dann den entworfenen Gegenstand aus. Als Modelliermasse setzt der Drucker meist Kunststoffe oder Harz ein.

Seit wenigen Jahren können auch Privatpersonen diese Technik nutzen, Unternehmen haben extra für diese Zielgruppe kleine und günstige Geräte konzipiert. Schon mit geringen vierstelligen Beträgen können Interessierte diese erwerben. Die Patronen kosten ebenfalls wenig, pro Modell müssen Verbraucher mit etwa einem Euro rechnen. Der Fantasie hinsichtlich der Gestaltung sind dabei keine Grenzen gesetzt. 3-Drucker produzieren sämtliche Gegenstände nach den Vorgaben des Nutzers. So können Besitzer zum Beispiel eine Spielfigur für Kinder, ein Gebäude für die Modelleisenbahn oder einen Eierbecher kreieren. Vor dem Kauf eines Druckers sollte aber darauf geachtet werden, bis zu welchen Maßen die Kapazität reicht. Durchschnittlich schaffen Geräte für den Privatgebrauch Gegenstände mit einem Maß von etwa 25 zu 15 Zentimentern.

Für diese Zwecke lohnt sich die Investition besonders

3D-Drucker eignen sich nicht nur für Menschen, die aus purem Interesse diese Technik ausprobieren möchten und Freude an dem spielerischen Potenzial haben. Diese Geräte bieten in vielen Fällen einen erheblichen Mehrwert: So haben im Hauptberuf oder im Nebenerwerb Selbstständige damit die Möglichkeit, die eigenen Produkte erstellen. Künstler können beispielsweise einzeln ihre dreidimensionalen Werke anfertigen lassen, sobald ein Kaufinteresse besteht. Vergeben sie dagegen einen solchen Auftrag an einen Dienstleister, müssen sie eine bestimmte Mindestmenge abnehmen. Das erfordert eine beträchtliche finanzielle Investition, wobei der Verkauf aller Erzeugnisse keineswegs sicher ist. Zudem verlangen Firmen bei geringen Stückzahlen hohe Preise.

Ein eigener 3D-Drucker kommt dank der gesunkenen Anschaffungskosten und den günstigen Preisen für die Patronen billiger. Von Interesse ist dieses Gerät auch für Heimwerker und andere Tüftler. Sie können damit individuell abgestimmte Kleinteile erzeugen, die es im Fachhandel nicht gibt. Für Architekten oder Landschaftsplaner empfiehlt sich der Erwerb ebenfalls, da sie Entworfenes damit in kurzer Zeit in der Hand halten können.

Keine Abhängigkeit mehr von Dienstleistern: 3D-Erzeugnisse in Eigenregie

Die Produktion dreidimensionaler Gegenstände können sich nun auch Privatpersonen leisten: Neue kostengünstige Geräte, die wenig Platz einnehmen, machen dies möglich. Auch für die meist aus Kunststoff bestehenden Patronen müssen Kunden nur wenig Geld aufwenden. Besitzer müssen nur mit einer entsprechenden Software ein Modell entwerfen, welches der 3D-Drucker anschließend erzeugt. Kreative können sich damit verwirklichen. Die Möglichkeit der einzelnen Erstellung sowie die geringen Stückkosten haben zudem Vorteile für Selbstständige und Tüftler.

Quelle HQ-Patronen Bildquelle ©seen – Fotolia.com
Gastbeitrag von Igor Ermentraut

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