Mit dem Media-Player “Clementine” habe ich mich bestimmt anderthalb Jahre lang nicht auseinandergestzt. Wie ich gerade merke, war das ein Fehler, denn in der Zwischenzeit hat sich eine ganze Menge bei der Software getan. Der einstige reine Musik-Player für lokale Dateien hat sich inzwischen zu einer Jukebox weiterentwickelt und glänzt mit einem tollen Funktionsumfang.
Mit Clementine lassen sich nun z.B. Podcasts organisieren und integriert dazu auch den Podcast-Dienst gpodder.net. Darüber hinaus kann man auch verschiedene Musikstreaming-Dienste integrieren und in der Software mit Last.fm, SoundCloud, Grooveshark, Spotify (!) und vielen weiteren Diensten hantieren. Lädt man Musikdateien darüber hinaus auf Google Drive hoch, kann man in Clementine auf diese Songs zugreifen. Natürlich lassen sich auch lokale Songs immer noch wunderbar verwalten mit Anpassung der ID3-Tags, Smart Playlists und vielen weiteren Funktionen.
Ebenso neu ist auch die Moodbar, die die quasi ein Stimmungsbarometer darstellt und die Stimmung eines Songs in einer Balkengrafik darstellen will. Diese Funktion kennen Nutzer von Amarok bereits, da Clementine die Fortführung von Amarok 1.4 darstellt, weswegen die Integration der Moodbar nur eine Sache der Zeit war.
Last but not least sieht Clementine inzwischen absolut klasse aus. Der Look ist modern, trotzdem übersichtlich und aufgeräumt. Clementine war früher für den Minimalismus bekannt, den der Player an den Tag gelegt hat. Davon kann man heute offensichtlich nicht mehr sprechen, jedoch zeichnen die Software heute andere Qualitäten aus, die Clementine zu einer klasse Alternative machen. Wer sich die aktuelle Version mal anschauen will, kann das definitiv machen, da es die App sowohl für Windows, Mac OS X und auch verschiedene Linux-Derivate gibt.


