Aufgabenverwaltungen platzen oftmals förmlich vor Funktionen. Das ist an sich kein Wunder, denn irgendwie muss man sich als Dienst ja von der Konkurrenz absetzen und das geht oftmals nur über Funktionen und/oder Design. Was ist dann aber, wenn man als Nutzer nur eine supersimple Lösung für seine Aufgaben sucht und diese auf mehreren Geräten einsehen möchte? Der Begriff “supersimpel” ist dann oftmals bereits der sprichwörtliche Genichbruch – WorkFlowy aber versucht genau das anzubieten.
Die Nutzung ist mindestens genauso einfach, wie sie aussieht. Neue Aufgaben werden einfach in jeweils eine neue Zeile geschrieben. Unteraufgaben werden per Einrückung als solche deklariert und können ein- und ausgeklappt werden. Zur jeden Aufgabe kann man dann noch Notizen, #Hashtags und @Kontakte hinzufügen. Letzteres deutet natürlich daraufhin, dass WorkFlowy auch das kollaborative Arbeiten ermöglicht und dem ist auch so. Aufgabenlisten kann man nämlich teilen und dabei lässt sich auch festlegen, ob diejenigen, die den Link zur Aufgabenliste bekommen, auch selbst Einträge erstellen und bearbeiten dürfen.
Der Funktionsumfang ist also auf ein Minimum reduziert. Das gefällt und macht sich auch bei der optischen Aufmachung bemerkbar, die sauber umgesetzt wurde, sich aber keinem grafischen Firlefanz bedient. Man will durch Usability und Einfachheit überzeugen.
Lange Zeit lang war WorkFlowy dabei lediglich als Web-App nutzbar. Mobile Apps für entsprechende Betriebssysteme waren nicht vorhanden, sodass man gezwungen war, die mobilen Webseiten im Browser aufzurufen. Offiziell ist das nun zumindest unter iOS nicht mehr der Fall, denn hier gibt es seit kurzem eine offizielle App, welche für das iPhone und auch das iPad optimiert ist. Die Nutzung ist hier so ziemlich die selbe, wie bei der Web-App, da die Oberfläche der iOS-App die gleiche, wie die der Webanwendung ist. In Zukunft will man die nativen Apps dafür nutzen, um zusätzliche Funktionen, wie z.B. Offline-Speicherung einzuführen. Bisher liegt der einzige Vorteil an und für sich darin, dass die iOS-App schneller aufgerufen ist und generell auch etwas schneller arbeitet, als die Web-Version.
Für die Android-Plattform bieten die Entwickler hinter WorkFlowy derzeit keine offizielle App an. Allerdings gibt es mit der App FlowyDroid bereits einen 3rd-Party-Client, der die Webanwendung in eine Android-App verpackt. Das ist zumindest ein Anfang und in Anbetracht der nicht allzu komplizierten Benutzerführung ist das auch erstmal ausreichend.
Mir persönlich gefällt der minimalistische Ansatz von WorkFlowy recht gut. Es wurde praktisch auf das wirklich Nötige reduziert und ist vor allem übersichtlich und schnell nutzbar. Dazu ist die Nutzung kostenlos, wenn man nicht mehr als 500 Aufgaben pro Monat anlegt. Ansonsten kostet der Dienst aktuell 4,99 US-Dollar pro Monat, oder alternativ 49 US-Dollar pro Jahr. Allerdings dürften die Meisten mit 500 monatlichen Aufgaben bereits sehr gut bedient sein, sodass man sich darüber keine Sorgen machen muss. Ausprobieren kann aber definitiv nicht schaden.


