Nutzer, die Feed-Reader verwenden, um sich über neue Beiträge der favorisierten Blogs und News-Seiten zu informieren werden sie kennen: Die gekürzten Teaser-Feeds. Ich persönlich finde das Kürzen des eigenen Feeds nicht unbedingt verwerflich, nervig ist es für den Leser aber schon ein Stück weit. Sitze ich z.B. im Zug und habe keine (oder nur eine sehr schwache) Verbindung zum mobilen Internet und gehe meinen Google Reader durch, den ich im Vorfeld mit Mr. Reader offline verfügbar gemacht habe, und sehe einen Beitrag, den ich gerne lesen will, habe ich verloren, wenn dieser gekürzt ist, da mir in dieser Situation auch die Mobilizer von Readability und Co. nicht helfen.
Ein ungekürzter Feed ist also immer nutzerfreundlicher. Die Lösung des Problems wäre dann, aus dem gekürzten Feed einfach eigenständig einen Ungekürzten zu erstellen. Hier im Blog habe ich dafür in der Vergangenheit bereits einige Möglichkeiten vorgestellt. Ein weiterer Webdienst, der das anbietet, ist FeedsAPI, auf den ich durch per Email durch Kerstin, Community Managerin des Dienstes, aufmerksam gemacht wurde.
Die Erstellung des Full-Feeds gestaltet sich denkbar einfach. Man kopiert einfach die Feed-Adresse des gekürzten Feed in die entsprechende Adresse, gibt seinen User-Key ein (wer keinen hat, kann auch den vordefinierten nehmen, den FeedsAPI vorerst anbietet) und konfiguriert noch ein paar weitere Dinge – z.B. nach wie vielen neuen Artikeln FeedsAPI den Feed aktualisiert, oder ob Links als Fußnoten angehängt werden.
Darüber hinaus kann man sich die Updates des Feeds bei Bedarf auch per Email schicken lassen und auch das Erstellen eines Feeds für eine Webseite, die gar keinen anbietet, ist möglich. Vor allem letzteres ist natürlich interessant, wenn man neue Einträge einer Seite verfolgen möchte, ohne diese ständig besuchen zu müssen.
In meinem Test funktionierte FeedsAPI problemlos und ich konnte aus dem gekürzten Feed von The Verge einen Full-Feed erstellen. Derzeit ist der Dienst noch in der Beta-Phase und so lange das der Fall ist, kann er auch kostenfrei genutzt werden (daher der vordefinierte User-Key). Sobald FeedsAPI aus der Beta-Phase ist, wird er allerdings kostenpflichtig sein. Dann kostet er für die private Nutzung fünf US-Dollar pro Monat.

