Seit wann ist Plume eigentlich nicht mehr hässlich?

-Clients für , die das Holo-Design nutzen, sprießen seit einiger Zeit, zumindest gefühlt, wie nichts anderes aus dem Boden. Alle setzen sich das Ziel, der ultimative Client zu werden und bisher schafft es keiner, irgendwas ist eben immer. Auch die aktuell besten Apps, die dieser Trend hervorgerufen hat, Boid, Tweet Lanes und Tweedle machen da keine Ausnahme.

Aber was ist eigentlich mit den Apps, die es schon lange vor diesem Trend gab? TweetDeck: Mehr oder minder tot. Twicca: Funktionell seit eh und je klasse (weshalb ich die App auch mal genutzt habe), aber optisch vollkommen uninspiriert. TweetCaster: Optisch vollkommen missglückt und auch nicht auf das Holo-Design angepasst. Die Liste könnte ich ewig weiterführen. Und Plume? Dieser Client war mir, seitdem ich Android nutze, ein Dorn im Auge. Funktionell stimmte zwar alles, allerdings war die App selbst eine der optisch hässlichsten, die ich wohl jemals gesehen habe. Auch die ersten Versionen mit Holo-Anpassungen waren keinen Deut besser, sodass ich irgendwann spontan dazu überging, alles hässliche als “plumehässlich” zu bezeichnen (wahre Geschichte).

Vor einigen Tagen habe ich dann Screenshots der aktuellen Version gesehen und siehe da: Das schaut ja ganz ordentlich aus. Mitten in der Nacht erfolgte also ein erneuter Test und ich war hin und weg. Plume sieht inzwischen absolut klasse aus! Dafür aber muss man in den Einstellungen erst einmal entweder das helle, oder das dunkle Theme auswählen – generell sind die Einstellungen der beste Freund des Plume-Nutzers. Das Standard-Design ist immer noch nicht so wirklich prickelnd, aber dafür sieht vor allem das helle Theme umso besser aus. Es ist übersichtlich, klar strukturiert und nicht so kaputt designed, wie z.B. das oben genannte TweetCaster. Der einige Kritikpunkt, den ich nun noch habe, wären die Icons im Seitenmenü. Die sollte man am besten komplett entfernen. Das allerdings ist inzwischen Kritik auf hohem Niveau.

Zusammen mit der Funktionalität (Tweetmarker ist z.B. Gold wert!) haben die Entwickler hinter Plume ein Gesamtpaket geschnürt, das im Kreise der Android-Twitter-Apps seinesgleichen sucht. Ich bekomme immer wieder mit, wie sich die Leute ein “Tweetbot für Android” wünschen. Plume ist dieses zwar noch nicht, allerdings sind die Entwickler auf einem verdammt guten Weg und die derzeitige Nummer Eins!


Bildquelle: Google Play Store

Geschrieben von

Gründer des Blogs, vielseitiger Tech-Geek mit einer Schwäche für Apps und Software. Nutzt sowohl Android, iOS, Windows Phone und Windows 8. Auch bei noisiv.de und an den Wochenenden bei mobiFlip.de als Blogger tätig. Dazu auch bei Twitter und zu finden.

  • http://beile.3owl.com/ Beile

    Na toll…
    Jetzt hatte ich gerade gedacht, das echofon der beste Twitter-Client für Android ist, jetzt muss ich mir Plume auch wieder ansehen….

    Auch mir gefiel Plume früher absolut nicht. Mal sehen, wie es jetzt ist ;-)

  • http://www.weblog-deluxe.de Patrick

    Ich benutze Plume schon seit längerem (wohl über 1 Jahr) und fand es seither schon richtig klasse. Geschmäcker sind zwar verschieden, aber auch die Funktionalität/Bedienbarkeit finde ich unter den Twitterclienten für Android bisher am gelungensten.

    Habe aber auch schon etwas länger nichts anderes mehr gesehen, bzw. ausprobiert… ;-)

  • http://wishu-blog.net Wishu Kaiser

    Gut gebrüllt Löwe.

    Auch ich habe (inspiriert durch dich) Plume als Synonym für Hässlich verwendet. Wobei ich »plumig« sagte :D Nutze Plume jetzt seit ca 2 Wochen und ich frage mich, wie ich es die ganze Zeit mit Tweet Lanes und Co ausgehalten habe. Plume hat alles, was ich brauche, bis auf eine einzige Sache. Einen einzelnen Nutzer als Spalte anlegen. Bei einer Fernbeziehung auf 600km, kann sowas ganz nützlich sein ^^

    Schön wäre es auch, wenn der Ladebug behoben werden würde. Habe 5 Spalten. Wenn ich von der ersten direkt auf die 5. wechsle, laden alle Spalten dazwischen nach. Und das kostet nicht nur Traffic, sondern auch Zeit. Aber diese zwei Sachen sind immer noch mehr zu verkraften, als die Macken, die die anderen Clients hatten.