Evernote, den Dienst für alle möglichen Arten von Notizen, dürften die Allermeißten unter euch kennen und auch nutzen. Die Möglichkeiten, die man hier hat, sind einfach überwältigend. Ob klassische Notizen, Rezepte, Artikel zum späteren Lesen, Kontakte, Aufgaben und und und – es geht praktisch alles, was man sich vorstellen kann. Dadurch kann das Ganze aber auch sehr gerne relativ unordentlich und unübersichtlich werden, da Evernote selbst für die meisten Anwendungsfälle keine festen Formatierungsvorlagen bereithält. Eine Notiz kann also beispielsweise völlig anders aussehen, als die nächste.
Natürlich ist es auch möglich, komplett eigene Vorlagen zu erstellen. KustomNote begleitet einen dabei mit Tooltip-Einblendungen durch die gesamte Oberfläche, sodass der Einstieg alles andere als schwer ist und Vorlagen schnell erstellt sind. Man vergibt dann Titel, Beschreibungen, Pre- und Subfixe, Icons und gibt den optischen Stil vor. Es lässt sich ebenfalls ein Evernote-Notizbuch festlegen, in das die jeweils erstellten Notizen automatisch gespeichert werden und auch die automatische Vergabe von Schlagwörten ist möglich. Eingabefelder kann man nach belieben konfigurieren und auch die Einbindung von Google Calendar und Google Contacts ist über die sogenannten “SmartFields” möglich. Wer möchte, kann die erstellte Vorlage dann noch publik schalten, sodass jeder andere KustomNote-Nutzer ebenfalls auf diese Vorlage zugreifen kann.
Die letztliche Benutzung von KustomNote gestaltet sich schön angenehm. Durch die entsprechenden Eingabefelder gestaltet sich die Eingabe einer Notiz-Art immer gleich, was die Übersicht und die Benutzung vereinfacht. Das Setzen von Erinnerungen ist hier auch möglich und schon nach kurzer Zeit merkt man, wie mächtig KustomNote ist. Dadurch ist dieser Dienst auf jeden Fall eine sinnvolle und schöne Erweiterung zum sowieso schon mächtigen Evernote, welches eben jene Macht gekonnt zu strukturieren weiß, wodurch die Fähigkeiten von Evernote noch einmal mehr zur Geltung kommen. Für Power-User ist KustomNote also eigentlich ein Muss, sofern man bereits auf Evernote setzt. Es hat also durchaus einen Grund, weswegen diese Web-App den zweiten Platz beim diesjährigen Evernote-Devcup belegt hat.



