Kaspersky Internet Security 2013: Ein kleiner Erfahrungsbericht

Vor ein paar Wochen hat Kaspersky die diesjährige 2013er Version der hauseigenen Internet Security Suite veröffentlicht und im Zuge dessen hat man mich gefragt, ob ich mir das neue Paket nicht mal ansehen möchte. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt und so teste ich die neue Suite nun seit einigen Wochen und darüber möchte ich in kurzgefasster Form ein paar Worte verlieren.
Die Installation verlief natürlich problemlos und die Einrichtung war ebenfalls schmerzfrei. Weniger schmerzfrei war dann, dass alle installierte Browser Probleme dabei hatten, verschiedene Seiten aufzurufen, wodurch die betreffende Webseite schlicht nicht geladen wurde. Hier hat mir der Support allerdings schnell Abhilfe geleistet – dafür ein großes Lob! Nachdem das dann also auch lief, konnte ich KIS 2013 ohne weitere Einschränkungen nutzen.

Das Erste, was ich festgestellt habe, war die allgemeine Performance meines PCs. Seit ich KIS 2013 nutze, ist der nämlich wesentlich schneller unterwegs. Das Herunterfahren z.B. ist nun viel flotter erledigt, als vorher noch. Ich habe zuvor Microsoft Security Essentials genutzt und nicht daran geglaubt, dass eine (gemäß dem Funktionsumfang von KIS 2013) doch verhältnismäßig dicke performanter auf den Rechner wirkt, als Microsofts Lösung – allerdings ist dem doch so und das hat mich nicht schlecht überrascht.

Simpel, sicher und soll es sein

Die Oberfläche der neuen Internet Security Suite ist sehr gelungen und simpel aufgebaut. Öffnet man das Programmfenster, wird man direkt darüber aufgeklärt, ob Bedrohungen vorhanden sind, Schutzkomponenten aktiv und die Datenbanken aktuell sind. Darunter kann man auf die verschiedenen Teile der Suite zugreifen. Neben klassischen Elementen, wie der Untersuchung, Quarantäne und Kindersicherung sticht hier natürlich vor allem die Funktion “Sicherer Zahlungsverkehr” heraus. Weitere Programmteile umfassen einen Task-Manager, in dem sich die Vertrauenswürdigkeit von Anwendungen festlegen lässt, einen Netzwerkmonitor zur Überwachung und weitere nützliche Tools, die die Erstellung einer Notfall-CD, eine Wiederherstellungen einzelner Systemteile nach Befall sowie Möglichkeiten zur Browser-Konfiguration und Löschung von Aktivitätsspuren.

Die neue Funktion für den sicheren Zahlungsverkehr wird genutzt, wenn man innerhalb der Anwendung die URL zur Webseite des jeweiligen Bankinstituts speichert (keine Logindaten!). Anschließend klickt man dann auf den gespeicherten Link, sodass sich das Browserfenster öffnet. Die Überwachung des Fensters durch KIS 2013 wird durch eine grüne Umrandung angezeigt. Stellt die Software dann fest, dass die Verbindung nicht sicher ist und die Gefahr eines Phising-Versuchs besteht, signalisiert sie das dem Nutzer sofort.

Ebenfalls integriert ist auch das neue Kaspersky Security Network. Das verbindet KIS-Nutzer global miteinander und soll so helfen, Bedrohungen noch schneller zu identifizieren. Daten über neu aufgetauchte Schädlinge werden so sofort in das Netzwerk eingespeist und stehen so global allen Nutzern zur Verfügung, wodurch die Aktualität der Antiviren-Software nochmal an tatsäschlicher Aktualität gewinnt. Man sieht i mentsprechenden Menü auch Darstellungen über sichere und gefährliche, sowie die Anzahl neutralisierter Bedrohungen.

Der letzte Punkt ist das Einstellungsmenü, welches absolut riesig geraten ist und geradezu zum Totkonfigurieren einlädt. Hier kann man verschiedenste Einstellungen für Antiviren-Funktionen, Firewalls, Anti-Spam, Anti-Banner und und und treffen. Auch ein Profil für Spiele lässt sich hier festlegen. In Sachen Skalierbarkeit lässt KIS 2013 hier also seine Muckis sprechen und das gefällt. Während die Hauptoberfläche schön übersichtlich ist, hat man alles komplexere in die Einstellungen verbannt – der richtige Schritt, wie ich finde.

Mein Fazit: Kaspersky auf gutem Weg

Ich muss insgesamt sagen, dass mir Kaspersky Internet Security 2013 gut gefällt, was mich zum Teil selbst überrascht. Ich war nie ein wirklicher Fan von Antiviren-Softwares, die mit Funktionen vollgestopft sind und das System einfach nur träge machen. KIS 2013 aber schafft es, viele Funktionen in einer performant laufenden Software zu verpacken und das wirkt auf mich sehr erfrischend.

Es gibt aber auch Details, die Kaspersky in der nächsten Version verbessern kann. Ich finde es z.B. unpraktisch, dass ich den sicheren Zahlungsverkehr nur nutzen kann, wenn ich die Webseite meiner Bank über die Software öffne. Ideal wäre es da, wenn Kaspersky Zugriff auf den Browserverlauf hat (ruhig auch mit vorheriger Genehmigung durch den Nutzer) und die vorher konfigurierten Seiten automatisch schützend überwacht und sich daher selbstständig einschaltet.

Kaspersky Internet Security 2013 ist also auf keinen Fall eine absolut perfekte und nutzerfreundliche Software. Allerdings sind die Entwickler auf einem sehr guten Weg und haben sich im Vergleich zur Vergangenheit vor allem in den beiden angesprochenen Punkten stark verbessert und das stimmt positiv für die Zukunft dieser Antiviren-Lösung.

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Geschrieben von

Gründer des Blogs, vielseitiger Tech-Geek mit einer Schwäche für Apps und Software. Nutzt sowohl Android, iOS, Windows Phone und Windows 8. Auch bei noisiv.de und an den Wochenenden bei mobiFlip.de als Blogger tätig. Dazu auch bei Twitter und zu finden.

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  • Hans Wiese

    Alles soweit ok wie oben aufgeführt, ABER: nach Deininstallation von KIS 2013 ging meine USB-Tastatur nicht mehr. Habe alles, aber auch alles versucht! Habe mir ‘nen Wolf gegoogelt, KIS-Remover und sonstige Tool versucht – NIX ging! Laut Support sollte ich es dann mit der rescue-DVD versuchen und dort bei “Terminal” (so ne Art DOS-Eingabeaufforderung) den USB-Port im Win-Verzeichnis mit “usbrestore” wieder aktivieren. Auch Mist, weil mein Win-Verzeichnis NICHT erkannt wurde! Jetzt bin ich ziemlich genervt von dieser Kaspersky-Kacke. Wenn ich KIS neu installiere, geht die Tast. wieder. ABER ICH WILL DEN KASPERSKY-MIST LOSWERDEN, DAMNED!