Als ich neulich mein neues Notebook bekam, stand mal wieder die Entscheidung an, was für ein Betriebssystem da eigentlich drauf laufen sollte. Windows 7 war klar (SKYRIM! ENDLICH!), aber zum arbeiten installiert man natürlich irgendein Linux. Da ich auf einen Mittwochabend keine Lust auf Experimente hatte, fiel die Wahl dann auf Xubuntu 12.04. X, weil Xubuntu als Standard-Desktopumgebung Xfce mitbringt. Charles hatte da meines Wissens auch schon etwas zu geschrieben. Xfce ist sehr benutzerfreundlich, gut anzupassen und versteckt im Gegensatz zu Gnome3 relativ wenig vor dem User. Lies: Es gibt relevante Menüpunkte in den Systemeinstellungen. ;)

benutzen, allerdings hatte ich da in der Vergangenheit immer wieder kleinere Probleme, hauptsächlich Darstellungsfehler und den einen oder anderen Absturz. Unschön.
Was also tun?
Nach kurzer Recherche fand ich allerdings heraus, dass man da nicht ganz dem Schicksal ausgeliefert ist. Es gibt die Möglichkeit, für Thunar (so heißt der Dateimanager von Xfce) benutzerdefinierte Aktionen anzulegen, mit denen man ein kleines Pythonscript aufruft, das dann die Dropbox-bezogenen Aktionen durchführen kann. Des Weiteren gibt es auch ein Plugin für Thunar, das die Dropboxintegration bereitstellt. Das ist natürlich sehr viel besser, weil es viel einfacher zu installieren ist und natürlich auch weniger “frickelig” anmutet.
Ihr findet den Quellcode dieses Plugins hier. Das muss dann noch kompiliert werden.
Wechselt in den Ordner in den Ihr das .tar.bz2-Archiv ges
peichert habt.
Dann entpacken wir das mal:
tar -xvf thunar-dropbox-0.2.0.tar.bz2
Wir wechseln in den neu angelegten Ordner und prüfen vorher kurz, welche Version von Python auf dem System installiert ist:
python --version
Laut Maatos Website funktioniert das Plugin mit Python 3.x nicht richtig, wir sollten also gegebenenfalls vorher ein Downgrade machen. Auf meiner Maschineist Python 2.7 installiert, das passt.
Damit das Plugin an die richtigen Orte installiert wird, müssen wir vorher noch den Buildprefix anpassen:
./waf configure --prefix=/usr
Nachdem das durchgelaufen ist, können wir loslegen. Na dann, make.
./waf build
Eventuell wird das Skript hier einen Fehler werfen, weil die Thunar-Developmentbibliotheken nicht installiert sind. Unter Debian/Ubuntu kriegt man diese wie folgt:
sudo apt-get install libthunarx-2-dev
(Wenn ihr die build-essentials noch nicht habt, wird apt euch diese in diesem Zug auch noch mitinstallieren.)
Das Plugin ist jetzt kompiliert. Wir installieren es mit
sudo ./waf install
Startet man nun Thunar neu, gibt es im Rechtsklick-Kontextmenü auch schon die bekannten Dropbox-Optionen. Geil!

Pingback: (@net_seo) (@net_seo)