Ich persönlich muss mit einem recht großen Email-Aufkommen fertig werden. Entsprechend habe ich mich dann vor einigen Wochen gefreut, als ich es nach über zwei Jahren endlich geschafft habe, meine Inbox komplett zu leeren, wovon ich heute allerdings wieder meilenweit entfernt bin. Im Umkehrschluss bin ich aber froh, dass ich Gmail nutze, denn ohne die klasse umgesetzte Weboberläche wäre meine Produktivität wahrscheinlich ganz weit im Boden.
Allerdings wollen viele Leute doch lieber eine fest installierte Anwendung nutzen. In der Firma nutze ich persönlich Microsoft Outlook zur Kommunikation. Im privaten Umfeld kann man dagegen recht gut mit Thunderbird und Windows Live Mail arbeiten. Allerdings sind das natürlich nicht die einzigen beiden Alternativen für Desktop-Emailing. Hier fängt dann Inbox2 an, sich ins Thema einzumischen.
Bei der Ersteinrichtung kann man sich also mit seinem Email-Account anmelden. Von Gmail, über Hotmail und Yahoo, bis hin zur klassischen Einrichtung via POP3 oder IMAP4 ist vieles dabei. Auch Microsoft Exchange-Konten lassen sich hinzufügen. Hier hört Inbox2 aber nicht auf, denn es lassen sich darüber hinaus noch Benutzerkonten bei Twitter, Facebook, LinkedIn und Co. hinzufügen. Inbox2 will also quasi die universelle Inbox für jedwede Kommunikation sein.
Nach der Einrichtung sammelt Inbox2 dann also Emails, Benachrichtigungen und alles andere zusammen. Die werden in einer zusammengefassten Inbox dargestellt, lassen sich alternativ aber auch getrennt voneinander anzeigen. Links befindet sich die Navigation, rechts daneben dann die Liste mit den Nachrichten und rechts gibt es einen Real Time Stream für Twitter und Co. Bei Bedarf kann man außerdem neben der Nachrichtenliste noch eine Vorschau für die jeweiligen Nachrichten einschalten, die alternativ aber auch unter der Nachrichtenliste angezeigt werden kann. Über neue Nachrichten wird man darüber hinaus per Popup benachrichtigt.
Inbox2 greift sich auch die Kontaktlisten der einzelnen Benutzerkonten und listet die in einem Tab mitsamt vergangener Konversationen, ausgetauschter Dateien, Status-Updates und Profilen auf. Außerdem gibt es noch gesonderte Tabs für Dokumente und Bilder. Will man eine neue Email schreiben, öffnet sich ebenfalls ein neuer Tab – Status-Updates für Twitter z.B. werden aber über ein Popup abgehandelt. Auch Nachrichten können in einem gesonderten Tab geöffnet werden.
Mir gefällt Inbox2. Die Optik ist astrein, die Integration sozialer Netzwerke sinnvoll und problemlos. Emails und soziale Kommunikation in einer Oberfläche zu verwalten ergibt Sinn. Man hat dann einfach die komplette Kommunikation mit der Außenwelt in einer Oberfläche und benötigt nur noch eine Anlaufstelle. Ob man damit produktiver arbeiten kann, muss jeder für sich selber herausfinden. Ich z.B. habe meinen Workflow am Desktop komplett auf die Gmail-Weboberfläche ausgelegt und komme hier noch besser zurecht, als in jedem Desktop-Client. Ich habe aber auch den Eindruck, dass die Weboberfläche von Gmail generell etwas performanter ist, als Inbox2 Aber wie gesagt: probiert es aus, bildet euch eine Meinung und wenn es gefällt – nutzt es!
[via Windows.AppStorm]




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