Zuletzt hat mir der Till via Email zwei Fragen gestellt: zum Einen, ob ich nicht mal darüber bloggen könnte, wie man denn auf Twitter mehr Follower bekommt und zum Anderen, ob ich nicht auch zu seinem Blog mal ein kleines Review schreiben möchte mit Verbesserungstipps (in Anbetracht meines Reviews über das muskelaufbau1.de Blog, das er gelungen fand – dafür nochmal Danke ;)). Der Frage komme ich dann doch mal gerne nach, vor allem der Ersten, denn obwohl ich ja nun auch nicht tausende Follower habe, werde das komischerweise des Öfteren gefragt. Dann brauche ich also in Zukunft nur noch auf diesen Beitrag zu verlinken und ihr habt ein bisschen Lesestoff, der euch vielleicht sogar auch ein wenig hilft. Also haben wir alle was davon. ;)
Dabei will ich diese beiden Fragen in jeweils einen separaten Beitrag trennen, damit wir erstens keinen, 4.000 Wörter umfassenden Beitrag haben, den dann sowieso keiner liest und zweitens haben wir die beiden thematisch doch nicht ganz so ähnlichen Fragen dann schön sauber getrennt. Fangen wir also mit der Twitter-Frage an.
Seid aktiv
Ihr fragt euch, warum ihr nur so wenige Follower habt, guckt auf euer Profil und seht dass ihr nur alle paar Tage mal einen Tweet absetzt? Ja, da haben wir den ersten Faktor. Nur die wenigsten können es sich erlauben, nur alle paar Jahrhunderte mal was zu twittern. Das sind dann meist die, die im realen Leben einigermaßen prominent sind, oder anderweitig (im Web) sehr beliebt sind (ich denke hier z.B. gerne an Webentwickler, die bspw. tolle WordPress Themes designen, aber nicht viel twittern).
Regelmäßig und oft zu twittern ist meistens eben unabdingbar, wenn man sich eine gewisse Basis an Followern aufbauen möchte. Denn seien wir mal ehrlich: meistens folgt man Leuten nicht allzu gerne, die einfach nichts zu sagen haben (um es mal überspitzt auszudrücken). Natürlich müssen das jetzt keine 40-50 Tweets am Tag sein, aber so ein paar Tweets am Tag tun einem ja in der Regel nicht weh. ;)
Teilt Content
Twitter ist zum Einen natürlich auch ein Medium, um sich schnell und aktuell zu informieren. Kein Netzwerk ist in dieser Hinsicht schneller als Twitter. Und weil die Leute sich eben über Thema XY informieren wollen, macht ihr euch das zu Nutze. Je nachdem, was euch selbst interessiert, teilt ihr eben entsprechenden Content. Falls ihr Blogger seid oder anderweitig irgendwie irgendwas publiziert, dann bietet sich das Sharing der Beiträge via Twitter ja sowieso an. Darüber hinaus sollte man aber auch regelmäßig mal Content anderer Seiten teilen.
Genauso ist es auch effektiv, wenn ihr Tweets anderer retweetet, gerne auch als Quote mit Kommentar. Sei es nun witziger Unsinn oder eben genannter, Content. Ihr zeigt damit, dass ihr die Tweets anderer auch lest und nicht nur egoistisch durch die Twitter-Landschaft stapft und ichbezogen agiert. Merkt euch einfach folgenden Spruch: sharing is caring!
Seid kommunikativ
Die andere Seite an Twitter ist dann natürlich noch die Kommunikation der User untereinander. Die ist erfreulich angenehm, weil eben auf 140 Zeichen pro Nachricht beschränkt. Man redet nicht um den heißen Brei herum, sondern hat alles schön direkt vor seiner Nase.
Im Prinzip ist es ganz einfach: kommuniziert mit den Leuten. Retweets und Quotes zählen da genauso dazu. Macht euch bemerkbar und zeigt, dass ihr eure Timeline aufmerksam verfolgt. Gebt auch ruhig zu Diskussion XY euren Senf ab, sofern es nicht kompletter Unsinn ist. Ihr müsst euch nun nicht überkünstelt aufdrängen, aber wenn ihr was zu sagen habt, dann lasst es raus und dadurch den anderen wissen. User, die viel kommunizieren, werden eher von anderen gefolgt.
Seid persönlich
Ein weiterer Aspekt, den ich bei Twitterern sehr wichtig finde, ist das persönliche. Ich will bei den Tweets von Person XY merken, was für eine Persönlichkeit derjenige ist. Ob nun ironisch, sarkastisch, informativ etc. Wichtig ist dabei auch, die eigene Meinung nicht zu vernachlässigen. Bloße Newsmeldungen ohne Meinung kann ich mir z.B. auch einfach über irgendeinen automatisierten Twitter Account holen. Aber das wollen nur die Wenigsten, denn da kommt der Charakter des Users eben nicht durch (weil es in diesem Fall eben auch keinen gibt). Seid eckig und kantig, versucht gar nicht erst möglichst allen zu gefallen sondern vertretet eure eigene Meinung und eure Ansichten. Euch geht etwas auf die Nerven? Sagt es! Ihr findet etwas toll? Sagt es gefälligst!
Beachtet Empfehlungen
Jeden Freitag gibt es z.B. den berühmt berüchtigten #FF, den FollowerFriday, an dem die ganze Twitter Welt das Beste der jeweils eigenen Timeline an seine eigenen Follower weiter empfiehlt. Wenn ihr regelmäßig twittert, Content teilt und auch kommuniziert, wird es automatisch passieren, dass man euch empfehlen wird. Eine gewisse Chance, dass man dann neue Follower hinzubekommt, ist prinzipiell dann von Haus aus da. Genauso aber solltet ihr auch umgekehrt darauf achten, wen man euch so empfiehlt. Schaut euch die Leute an, folgt evtl. dem ein oder anderen und bildet auf dieser Grundlage nach und nach euer Netzwerk. Denn genau jenes Netzwerk ist die Basis für alles auf Twitter. Ohne Netzwerk kein Content Sharing, ohne Netzwerk keine Kommunikation, ohne Netzwerk keine Empfehlungen und, und, und. Klingt logisch, oder?
Wozu viele Follower?
Nun stellt sich natürlich die Frage, warum man denn überhaupt vielleicht viele Follower haben möchte. Diese Frage will ich nicht unbeantwortet lassen und so gebe ich dazu auch meinen Senf ab: im Grunde läuft es meistens auf zwei verschiedene Gründe hinaus: entweder, man will seinen eigenen Content – z.B. vom eigenen Blog – unter die Leute bringen und durch Twitter eine Menge Besucher generieren und vielleicht sogar neue Leser hinzugewinnen. Der andere Grund ist schlicht und ergreifend Angeberei: ganz nach dem Motto “ich hab den größten Sack”. Ihr wisst, was ich meine. Diese beiden Varianten zählen natürlich nur für den privaten User, Corporate Accounts lasse ich hier bewusst außen vor, da wird das Ganze schon ein wenig komplexer. ;)
Der Sinn der ganzen Sache?
Macht es im Endeffekt überhaupt Sinn, Follower hinzugewinnen zu wollen? In Hinsicht auf das eigene Blog sicherlich, das habe ich ja gerade angesprochen. Ich denke, auf dieses Szenario können wir uns nun kurz versteifen. Wie gesagt, mehr Follower machen einen ganz allgemein für neue potentielle Follower interessanter, sodass diese dann eher auf den Follow-Button drücken.
Ich bin aber genauso der Meinung, das man das nicht so schwarz/weiß sehen kann. Was bringen einem 1.000 Follower, wenn der Großteil von denen vielleicht Bots sind oder User, die euch gar nicht wahrnehmen? Richtig, rein gar nichts. Es kommt darauf an, wer einem folgt. Das müssen schon die richtigen Leute sein. Die, mit denen man gerne kommuniziert, deren Tweets man auch gerne liest. Das ist viel mehr Wert als eine aberwitzig hohe Followeranzahl. Diese Leute lesen euren Content dann natürlich auch viel eher. Hier gilt mal wieder: Qualität vor Quantität!
Eure Ansichten und weitere Vorschläge
Nun komme ich zu euch. Was gibt es denn eurer Meinung nach noch für effektive Wege, um eine höhere Followerzahl zu generieren? An und für sich finde ich das Thema recht spannend, so lange das Ganze nicht polemisch wird und man das “Großer Sack” Argument aus der Hose zieht.
Außerdem: wie seht ihr den Sinn bzw. Unsinn in einer hohen Followerzahl? Versucht ihr auch stetig mehr Follower zu bekommen oder ist euch die Zahl egal, so lange ihr die richtigen Leute in eurer Timeline habt?
An Till noch einmal zum Abschluss: ich hoffe, ich konnte Dir mit meiner Antwort ein klein wenig helfen. Mit Teil Zwei geht es dann in den nächsten Tagen weiter. ;)

Pingback: LΞON (@kiwi_palme)
Pingback: Till Schiffer (@craive)
Dankeschön, dankeschön! :D
Ich werde mich bei Gelegenheit für diesen supernetten Beitrag revanchieren.
Hat mir sehr geholfen und z.B. die Frage mit #FF erklärt, die ich nie so ganz verstanden habe. (:
Ich bin schon ganz gespannt auf Teil 2!
Grüße Till
Pingback: (@craive) (@craive)
Pingback: Robin (@JumpShoXX)
Pingback: (@CocasBlog) (@CocasBlog)
Pingback: (@stony2k) (@stony2k)
Sehr schöner Artikel, bin schon gespannt auf Teil 2 :)