Mein Jahresrückblick 2011 – Höhen, Tiefen, Neuanfänge

Jedes Jahr geht zu Ende und so ist es auch mit diesem. mit dem Jahr 2011. Wäre ich Gast beim Sport1 Doppelpass, müsste ich jetzt drei Euro ins Phrasenschwein werfen, weniger wahr ist es aber trotzdem nicht. Dieses Jahr war ein sehr bewegtes, in jeglicher Hinsicht – sowohl privat, als auch blogtechnisch – denn es war meine ersten kompletten 365 Tage, in denen ich mich durchgehend Blogger schimpfe. ;) Deswegen will ich an dieser Stelle mal ein bisschen in meinen Erinnerungen schwelgen und euch daran teilhaben lassen.

Fangen wir erstmal mit dem Anfang des Jahres an. Der erste Monat des Jahres war bereits ein erster zentraler Punkt für das Blog, denn zu dieser Zeit habe ich das Theme meines Blogs von Mystique auf Arclite umgestellt. Im Nachhinein betrachtet war das ein wichtiger Schritt für das Blog in Hinsicht darauf, wie ich selbst das Blog betrachte – nämlich als ernsthaften Bestandteil meines täglichen Lebens, nicht mehr nur als kleinen Spaß für zwischendurch. Das alte Theme sah aus wie Kaugummi, irgendwie wie ein kleines Kind. Mit dem neuen Theme ging es dann in die Pubertät. ;)

Praktisch zeitgleich habe ich mit meinen beiden besten Freunden Danijel und Daniel ein neues Projekt begonnen: droiddicted.de. Wir waren und sind alle drei überzeugte Android User und wollten unsere Begeisterung daran einfach mit anderen Leuten teilen. Das ging auch eine ganze Zeit lang gut, bis Onkel Zeit uns dann einen Strich durch die Rechnung gezogen hat. Bei mir war es der Schulstress, auf den ich gleich zu sprechen kommen werde, bei Danijel die anfangende Selbstständigkeit und bei Daniel eben der Beruf, für den er jeden morgen mit dem Zug nach Hamburg eiert und zurück. Irgendwann ging es einfach nicht mehr und so haben wir das Ganze dann auch im Juni endgültig beendet.

Wo ich gerade beim Schulstress war – mein Abitur und diese monatelange Zeit der Entbehrung und des Stresses. Das war eine schwierige Zeit für das Blog und mich. Klar, ich hab immer noch meinen Content produziert, so wie vorher auch, aber gerade das war etwas, was ich im Nachhinein besser nicht getan hätte, denn dadurch hab ich mir nur unnötigen Stress aufgehalst. Mehr oder weniger zeitgleich für die Prüfungen zu lernen und dann noch konzentriert zu bloggen geht irgendwann einfach an die Substanz, vor allem natürlich, da man mein Abitur einen Druck verspürt, der quasi seinesgleichen sucht.

Nachdem ich das Abitur erfolgreich bestanden habe wurde es für mich ernst mit der Ausbildungssuche. Wo ich inzwischen gelandet bin, ist hinreichend bekannt: im Pott, in Gelsenkirchen um genau zu sein. Der Umzug war nicht gerade einfach und die Wohnungssuche stand dem in nichts nach. Ich kann von Glück reden, dass mir die Firma, bei der ich nun arbeite, bei all dem unter die Arme gegriffen hat und ich bin froh, dass ich nun hier arbeite. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht wirklich viele Arbeitsplätze vorstellen, die cooler sind als der, den ich jetzt habe. Danke!

Im Juli dann war es soweit – mein Blog feierte Einjähriges. Für mich war das ein großer Meilenstein. Ich habe es geschafft am Ball zu bleiben, nicht aufzugeben und einfach immer weiter zu ackern, egal wie schwierig die Umstände auch sein mochten. Und das Beste daran: ich habe den Spaß an der Sache kein Stück verloren. Es freute mich einfach, dass es geklappt hat mit dem Blog!

In der Zeit des Umzuges hatte ich auch einen Monat lang keinen festen Internetzugang. Leute, ihr wollt sowas nicht durchmachen, es ist die Hölle für einen Webmenschen wie mich! Trotzdem hing ich in meinen vier Wänden nicht dumm rum, ich habe gearbeitet – und zwar an meinem neuen Theme. Bugis, so heißt das Theme von Elmastudio, habe ich Mitte August eingeführt. Wenn wir uns an die anfängliche Metapher zurück erinnern, ist das Blog nun also quasi erwachsen geworden. Modern, elegant, minimalistisch. Und ich liebe das Theme immer noch so, wie am ersten Tag!

Mein erneuertes Blog war aber nicht das einzige Ergebnis meiner internetlosen Arbeit. Das andere Ergebnis war das neue Theme für noisiv.de, das Blog meines Kumpels Torge. Dort habe ich übrigens Yoko eingesetzt, das ebenfalls von Elmastudio stammt. Ganz nebenbei ganz großes Lob an Elmastudio für deren tolle WordPress Themes! Ihr macht großartige Arbeit, die unterstützt werden muss! Macht bitte weiter so, ihr seid großartig!

Wie dem auch sei, neben dem neuen Theme habe ich mich Torge auch angeschlossen und blogge seitdem mit ihm auf noisiv.de über meine eigentliche große Liebe: alternative Musik! Über Rock und Alternative bis hin zu Indie und Indie-Electro bloggen wir dort über alles, was einfach nur toll ist! Seit kurzem haben wir auch noch meinen Kumpel Chris mit ins Boot geholt, der unser Blog bereits von der ersten Sekunde an mit tollen Ideen erweitert hat und unser musikalisches Spektrum noch einmal erweitert hat. Ich finde diese Truppe toll und habe richtig viel Spaß mit diesem Blog und ich hoffe, dass das auch noch lange so anhalten wird! :)

Seitdem ich nun also arbeite und blogge, wächst meine ToDo-Liste praktisch täglich exponentiell an. Durch die wenige Freizeit nach Feierabend kann ich schlichtweg nicht alles abarbeiten, was anfällt und das, obwohl ich – zusammen mit meiner Arbeitszeit in der Firma – mindestens 18, 19 Stunden arbeite. Ich stehe immer unter Strom, komme nie zur Ruhe, auch nicht an den Wochenenden. Und soll ich euch was sagen? Ich finde es einfach nur geil! Entschuldigt meine Wortwahl, aber diese Art von Stress ist für mich großartig, es ist für mich eine Herausforderung an meine Produktivität. Dadurch herausgefordert überdenke ich auch immer wieder, wie ich am besten arbeiten und mich bestmöglich organisieren kann. Dabei lerne ich eine ganze Menge, auch über mich selbst und ich hoffe, dass diese Art von Stress auch weiter eben diese Art von Stress bleiben wird.

Jetzt sind wir eigentlich auch schon am Ende meines persönlichen Jahres 2011 gekommen. Wagen wir doch einen kleinen Ausblick ins nächste Jahr. Was wird passieren? Was soll passieren? Und was gibt es dann noch? Als erstes möchte ich meine Blogs natürlich weiter führen. Wie immer nehme ich mir vor, den Output zu erhöhen. Werde ich das mittelfristig schaffen? Ich weiß es nicht, aber Ziele soll man sich ja schließlich trotzdem setzen. Außerdem würde ich im Jahr 2012 gerne mehr auf Videos setzen, da habe ich irgendwie Blut dran geleckt, während ich zuletzt die Videos für mein neues Samsung Galaxy Nexus aufgenommen habe. Generell will ich im nächsten Jahr zu einer festen Größe in der deutschen Blogosphäre werden. Ich möchte gelesen werden, empfohlen werden usw. Daraus mache ich auch keinen Hehl, jeder will das doch und es ist doch auch völlig legitim. Ich bin jetzt anderthalb Jahre dabei und bin nicht gekommen um zu gehen. ;)

Ganz nebenbei würde ich ehrlich gesagt auch irgendwie gerne mal wieder ein frisches Projekt beginnen. Dieser virtuelle Geruch des neuen, unverbrauchten ist einer, den ich toll finde. Neue Projekte starten hat einfach etwas. Aber schauen wir mal, ob sich hier etwas ergeben wird und ob ich dafür überhaupt auch die Zeit freischaufeln kann

Abschließend zu meinem Rückblick möchte ich den wichtigsten Leuten des Blogs noch einmal ein dickes Danke aussprechen. Und diese wichtigsten Leute seid ihr! Ihr seid die, die mich mit Kommentaren, Feedback oder auch einfach nur mal einem Klick auf “Tweet”, “Like” oder “+1″ zum Bloggen motivieren und das Tag für Tag! Ohne euch wäre ich garantiert nicht mehr hier und würde diesen Beitrag zu Ende schreiben. Von daher ist folgendes eigentlich viel zu wenig: Danke!

Etwas, das ich euch jetzt noch ganz beiläufig ans Herz legen will, ist die Blogparade von unserem geschätzten Robert Basic, in der er zur Retrospektive aufruft. Da sind einige ganz interessante Beiträge dabei. Wenn ihr euch für sowas interessiert, dann werdet ihr dort glücklich. ;)

Wie war euer Jahr 2011 denn? Habt ihr erreicht, was ihr wolltet, habt ihr etwas neues begonnen oder etwas bisheriges aufgegeben? Und was nehmt ihr euch für 2012 vor?

Über den Autor

Autor: Coca

Begeisterter Tech-Blogger aus dem hohen Norden, der jetzt im Ruhrpott lebt. Für jeden Tech-Trend zu haben und (fast) allem gegenüber offen. Oft laut und unbequem, dafür aber immer ehrlich. ;) Blogge auch auf noisiv.de über gute Gitarrenmusik.

Ein Kommentar

  1. Pingback: Blogparade: Bloggen – Rückblick 2011 und Ausblick 2012 | basic

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